Samstag, 30. Mai 2015

Training & Trainingspartner

Ich bin Trainingsbegeistert. Wenn ich an einem Trainingstag einen Termin habe, gibt es nur wenige davon, die mich dazu bewegen Training ausfallen zu lassen. Zur Not gibt es halt ein kurzes Training, mancher würde es HIIT nennen, aber ich nenne es "kurz"; vielleicht auch für Regeneration gut.

Ich dachte immer, ich würde viel Trainieren. Ehrlich. Dreimal die Woche mindestens eine Stunde. Doch dann rechnete mir jemand vor, wie er trainiert: Fast genauso viel. Dabei rede ich die ganze Zeit doch vom trainieren und es ist mir echt wichtig! Mache ich es vielleicht nicht lang genug oder stark genug? Mhm...

Nun... dann habe ich mal in meinen Zeitplan geguckt: Dienstag, Donnerstag, Samstag sind mit Krafttraining belegt. Montag kam schwimmen dazu. Also viermal. Geht doch. Mhm... da ich ja eh keine Freunde habe, kann ich eigentlich noch ein Tag dazu packen.

Just in dem Moment schreib mich jemand an: "Hast du Lust regelmäßig mit mir schwimmen zu gehen?" Alles klar. Damit war der Mittwoch, zu mindest für die nächste Woche, belegt. Und bevor ihr das mit den Freunden jetzt _zu_ ernst nehmt: 3 von 5 Trainingstagen sind mit Trainingspartner.

Allerdings mit unterschiedlichen. Und jetzt komme ich zum zweiten Teil dieses Post. Es gibt nämlich verschiedene Trainingspartner-Typen, mit denen ich trainiere.

Montags: Die Gruppe / Schwimmen
Eine Gruppe ist immer schwierig. Je nach Gruppenzusammensetzung kann es dazu kommen, dass das Training eher seicht wird (weil die meisten keinen Bock haben/irgendwelche Schmerzen). Doch dann gibt es die Gruppenmitglieder, die nicht quatschen, sondern da sind "um sich zu bewegen". Nicht gerade die Definition meiner Art von Training. Aber zur Not ein schöner Einstieg in die Woche. Mal davon abgesehen, dass es ein soziales Happining ist, was auch mal gut tut :D

Mittwoch: Der längste Freund / Schwimmen
Ich bin nicht genau, wie ich diesen Typen einschätzen soll. Anfangs haben wir gemeinsam Krafttraining betrieben. Er aber immer mit weniger Elan und Drang wirklich vorwärts zu kommen, bis "kein Bock". Ich bin geblieben. Jetzt ist schwimmen angesagt. Ich habe ihn als Ersatzpartner angefragt, weil die Gruppe wegen des Feiertages nicht wollte. Immerhin hat er meine Mindest-Anforderung (in Strecke) erledigt... und war dann erledigt. Ich scheine besser regenerieren zu können :D

Samstag: Der Trainingspartner / Krafttraining
Die Betonung liegt hier auf "DER". Nicht das er ein guter Sportler wäre, aber er ist am längsten mein Trainingspartner. Hat mit mir Kraftsport angefangen und hat irgendwann aufgehört. Hat jetzt wieder angefangen. Also treiben wir uns an und kontrollieren unsere Bewegungen und sorgen dafür, dass wir ja keine Übung auslassen.

Dienstag und Donnerstag: Keiner / Krafttraining
Kein Partner zu haben ist auch schön. Es ermöglicht den Gedanken: "Yeah... ich bin besser, als die anderen" (Bis man so einen Artikel hier geschrieben hat und bemerkt: Wuat.... Doch deutlich mehr, als andere o0) Mal die Übungen machen, die mit anderen nicht möglich sind. Mal auch die Lunge aus dem Körper trainieren. Oder das Herz. Mal so richtig fertig machen. Mal auch nur eine einzige Übung mit verdammt viel Gewicht oder vielen Wiederholungen oder Sätzen. Oder auch mal kürzer treten... Am schönsten ist jedoch: Keine zeitliche Bindung mit irgendwem.

Freitag, 29. Mai 2015

Messfehler

Oh... mein Gott.... gerade noch die 150kg gefeiert und schon liegt das Gewicht bei 150,1kg - trotz negatives Kalorienbilanz! Kalorien zählen funktioniert einfach nicht. Ich muss mich wohl mit meinem Schicksal abfinden oder ich könnte mich einer Fattacceptance-Bewegung anschließen und behaupten, es sei gesund keine 300 Meter gehen zu können.

Ja. Doch. Das klingt am klügsten.

Ooooder... Ich sehe ein, dass die Schwankungen auf der Waage vielleicht daher stammen könnten, dass ich mich nicht immer zur selben Zeit, mit den selben Klamotten und unter den selben Bedingungen wiege - nach der Arbeit, mit Sportklamotten bei McFit nämlich. Nachdem ich Dinge im Magen habe, nachdem ich eine unkontrollierbare Masse an Wasser in mir habe und nachdem ich.... ihr wisst schon.

Deshalb habe ich mir eine Waage für zu Hause zugelegt. So eine echte, menschenverachtene Waage, die einfach nur die Wahrheit zeigt. Und den Körperfettanteil, Muskelanteil und Knochemasse. Und das Display ist auch abnehmbar. Geilo.

Nachdem ich also meine Daten eingeben habe und dies mit einem "Err 1" bestätigt wurde (macht Sinn), konnte es auch schon fast losgehen. Also draufgestellt und dann: 149,1kg. Geht doch. Fettanteil: 43% Muskelmasse: 43% Knochen: 4,2kg (Ich wusste es doch: Ich habe schwere Knochen! *google* Alles klar. Das kann nicht stimmen)


Heute morgen dann der nächste Versuch. Möglichst viel Rohmasse. Ohne Klamotten. 146,7kg Krasser Scheiß.

Dienstag, 26. Mai 2015

Mini-Meilenstein: 150kg

Gestern hätte ich fast das ganze Sportstudio durchschriehen, aber dann wurde es "nur" ein innerer High-5-Fuck.Yeah-JUHU! Moment, denn ich habe einen inneren Meilenstein überwunden: Die 150kg sind geknackt... okay. Mag auch am leeren Magen und wenig trinken liegen, aber hej... 149,6 sind 149,6 :D


(Und die Hosen passen auch wieder besser :D:D:D:D)

Samstag, 23. Mai 2015

[Rezept] Überbackene Bohnen

Bock auf Bohnen? Bock auf Milch? Bock auf ein vegetarisches Rezept von mir? Bock auf eine Bohnen-Käse-Milch-Pampe? Die schmeckt? Dann lies!

Zutaten:

  • ~ 400 Gramm Bohnen
  • ~ 0,25-0,5 Liter Milch
  • ~ 1 EL Mehl
  • ~ 150 - 200 Gramm Käse (Sortenauswahl: Siehe Hinweise im Text)
  • Salz, Pfeffer, Muskat ggf. Paprika

Die benötigten Zutaten variieren stark von der Zubereitungsart, dem Hunger und Geschmack. Manche schnippeln auch noch Kochschinken rein, was aber kein muss ist.

Schritt 1:
Bohnen kochen. Dieser Schritt kann wohl bei Glas-Bohnen entfallen, aber ich habe sie trotzdem gekocht... allein des Geruches wegen.

Schritt 2: (Kann parallel zu Schritt 1 passieren, btw)
Milch in ein Behältnis kippen und mit dem Mehl vermixen. Vermutlich dürfte hier auch jede andere Soßen-Verdickungstechnik funktionieren. Dann mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Geschmäcker sind verschieden, aber ich mag es, wenn der Muskat ein Hauch verhovorkommt.

Schritt 3:
Fertig gekochte Bohnen in Auflaufform geben und die "Soße" aus Schritt 2 dazu geben. Schön gleichmäßig. Alle Bohnen sollten ersoffen werden.

Schritt 4:
Den Käse drüber geben.Wie dick oder dünn ist Geschmackssacke. Genau wie die gewählte Sorte. Ein zu starker Käse kann den Bohnengeschmack töten, ein zu schwacher wir den Bohnen erschlagen. Emmentaler hat sich für mich als gut herausgestellt. Hat Eigengeschmack, erschlägt das Grünzeug aber nicht. Die Dicke der Lage kann ruhig ordentlich sein.... es ist ja nicht so, als wollen wir Abnehmen :D Bei Lust und Laune darüber nochmal Paprikgewürze.

Schritt 5:
Ab in den Ofen bei mindestens 200° C. 20 - 30 Minuten warten, bis die Kruste braun ist. Dann entnehmen und servieren. Ganz verrückte reichen Kartoffel dazu.


Serviervorschlag

Mittwoch, 20. Mai 2015

Schulunterricht "Ernährung und Fitness"

Eigentlich gäbe es so viele Themen, über die man genau jetzt schreiben könnte. Doch ich schreibe jetzt über eine Thema, das mir schon länger auf den Fingernägeln brennt: Schulunterricht, genauer das mögliche Fache "Ernährung und Fitness".

Viele Leser würden jetzt sofort jubeln und zustimmen: "Ja, dass ist doch total sinnvoll! Das muss sofort eingeführt werden! Auf der Stelle!" Doch, fragt man den Musiker, ob mehr Musikunterricht in den Schulen durchgeführt werden soll, heißt es genau das selbe. Fragt man einen Mathematiker kommt die selbe Antwort. Hier also haben wir bereits ein kleines Zeit<>Bedürfnis-Problem.

"Aber Ernährung geht doch alle und die Gesellschaft wird immer fetter." Okay. Dann überlegen wir uns doch mal ernsthaft, ohne die Wissenschaft zu bemühen, sondern rein subjektiv meine Ansicht und Erfahrung als Grundlage nehmend, zu überlegen was das denn genau bedeuten würde. Ihr dürft gerne ergänzen oder widersprechen.

Als erstes hätten wir den Inhalt des Unterricht. Bei einem Fach namens "Ernährung und Fitness" sind wohl allen klar, dass es um gesunde Ernährung und Sport gehen sollte. Und das es möglichst früh, bereits in der Grundschule gelehrt werden soll. Später soll es ja vertieft werden und bereits sitzen. Quasi als vorbeugende Maßnahme.

Nachdem das durchaus klar ist, müssen wir nur noch den Inhalt festlegen. Also Fragen wir mal einige Expertengruppen zu dem Thema. Diese setzten sich zusammen aus den Veganern, Vegetariern, LCHFlern, Paleo's, DGE-Leuten, Fat-Acceptance-Aktivisten, Supermodels, Bodybuildern und Triathleten. Ihr erkennt das Problem? Jede diese Gruppe meint durchaus gesund zu sein. Jede Gruppe findet den Mindest-Sport Umfang verschieden hoch (von den Sportarten ganz zu schweigen) Jede Gruppe hat ihre eigene Ideologie und jede Gruppe hat ihre eigenen, wissenschaftlicher Untersuchungen, die ihre eigene Ernährung das das beste betiteln.

"Aber das sind doch alles Erwachsene Menschen, die können sich doch zusammensetzen und was vernünftiges 'basteln'. " In der heutigen Zeit kann dieses Argument mit einem Wort auseinander nehmen: Bahnstreik. Aber ernsthaft: Ich denke man könnte eine gute Balance finden zwischen LCHF und Paleo und zwischen Bodybuilding und Triathlet. Einen Veganer davon zu überzeugen, dass - zu mindest ein bisschen - Fleisch oder Ei nicht sofort tödlich ist (von der ethnischen Seite mal ganz abgesehen... soll ja Menschen geben, den das egal ist *hust*) dürfte ein Ding der Unmöglichkeit werden. Am Ende käme ein tief ideologischer Brei raus, der vielleicht, vielleicht nicht gesund für die Schüler wird.

Alternativ könnte man auch erklären, welche Inhaltsstoffe in welchem Obst und Gemüse sind, wie viele man davon braucht und was eigentlich eine Kalorie ist und wie man damit rechnet. (Das könnte man dann auch im Kreuzunterricht mit Mathe machen... 2000kcal sind immer realistischer, als 200kg Kartoffeln zu essen) Doch würde das den Kindern den Spass rauben und Essen mit Mathe verbinden. Einige Kinder fänden, dass super, andere... naja... Anders: Würdet ihr etwas tun, wenn ihr dabei ständig an Mathematik denken müsstest? Ich sage mal eher so: Nein. Lebensmittel würden nicht mehr als Genuss, sondern als etwas berechenbares dargestellt.

Natürlich kann man das genau so sehen, aber die guten (Sterne-) Köche gehen nicht dem Mikroskop und Pinzette an ihr Essen, teilen nicht Proteine und Kohlenhydrate exakt auf oder achten auf eine spezielle Nährstoffzusammensetzung. Sie nehmen eher die Lebensmittel, betrachten sie, nehmen sie olfaktorisch wahr und kreieren ein Zusammenspiel von bestimmen Aromen und Richtungen.

Das Kochen, das Experimentieren mit Lebensmitteln, falls vorhanden, würde in der Schule nicht gefördert werden; eher das Gegenteil. Im Musikunterricht habe nicht gelernt, wie man ein Instrument spielt, sondern historisches über die Beatles.

Ich kann aus Erfahrung sagen: Das frühe auseinandersetzen mit der Ernährung, das gesagt bekommen: "Das ist gut und das ist schlecht", ist kontraproduktiv. Und wann man dann noch seltsame Dinge kochen muss, auf die man so oder so kein Bock hat, dann wird das nichts. (Andererseits kann es auch nicht Schaden, wenn man relativ früh dem "kochen" an sich näher gebracht bekommt - wie ich jetzt merken muss... 26 Jahre und kochen lernen ist echt doof, irgendwie)

Auf der einen Seite haben wir also eine tief-ideologische Ernährung und auf der anderen Seite haben wir eine mögliche "das Thema ist mir zu doof - mcdonalds schmeckt doch"-Einstellung. Beides halte ich für kontraproduktiv.

Ich halte es erstmal für sinnvoll, dass Kinder was und wie viel essen, wie sie wollen - die Eltern haben ja die Wahl ob sie einen Kuchen oder Gemüse auf den Tisch stellen. Durch eine Vielfältige-geprägte Ernährung kann der Geschmacksinn erfahren welche Lebensmittel welche Vitamine, Mineralien und Makronährstoffe wo enthalten sind. So lernt das Körper, dass Spurenelement XYZ in Nüssen enthalten sind, und nicht (nur) in der Schokolade (wo Nüsse enthalten sind). Klar. Das ist schwierig. Das Problem ist daher eher: Wie bringt man das Eltern bei, die das selbst nicht können? Aber das ist eine andere Baustelle, die mit dem Internet gelöst werden kann. Vielleicht.

Sonntag, 17. Mai 2015

[Rezension] Fettlogik überwinden - German Edition

Die Rezension behandelt das Buch "Fettlogik überwinden" von Nadja Hermann, ein (bisher noch reines) eBook, welches Mythen und Legenden bezüglich "Abnahme von Körperfett" behandelt. Gleich nach der Veröffentlichung ist dieses Buch auf Platz 1 in verschiedenen Kategorien gesprungen und konnte sich da bis heute (= Zeitpunkt der Verfassung von dieser Rezension) halten. Hat das dieses Buch verdient oder haben wir hier wieder ein Buch, welche die nächste Pseudo-Wissenschaftliche Begründung für irgendwelche Diäten präsentiert?

Streicht das Pseudo und betont die Wissenschaft. Denn darum geht es in dem Buch. Es geht um Fakten und Wahrnehmung. Nicht mehr und nicht weniger. (Fast) jede Aussage und Schlussfolgerung in diesem Buch ist mit wissenschaftlichen Studien belegt, welche nach objektiven Kriterien ausgewählt wurden. Welche das sind und warum gerade diese wichtig sind, wird am Anfang des Buches erklärt. Ich habe mir übrigens nicht die Mühe gemacht, jede einzelne (oder überhaupt eine) Studie anzugucken. Wer dies aber trotzdem tun möchte, findet am Ende des Buches ein Verzeichnis der Belege, mit Namen der Verfasser und Zeitpunkt der Veröffentlichung. Hier merkt man sehr stark, dass die Autorin einen Doktortitel inne hat. Da setze ich ordentliches Arbeiten mit Quellen voraus.

Zeit Dinge hätten mich fast abgeschreckt dieses Buch zu kaufen:

1) Das Inhaltsverzeichnis ist nicht verlinkt. Es ist eine Seitenzahl angegeben, welche auf dem Endgerät aber völlig irrelevant wird. Oftmals ist das ein Zeichen dafür, dass nicht so ordentlich gearbeitet wurde. Auch das es keinen Verlag gibt, war mir suspekt und ich dachte an eine "Ach, Hauptsache ich habe eine Buch geschrieben, wie das aussieht, ist egal" Doch das Buch enthielt sonst keine technischen Fehler oder war voller komisches Sätze oder... irgendwas, was 6€ nicht rechtfertigt.

2) Das Inhaltsverzeichnis/die Überschriften der Kapitel wirken wie eine Ansammlung einer Blogartikel-Sammlung und scheinen keinen roten Faden zu haben. Am Anfang wirken die Texte leicht so, erst später kann man die Texte hintereinander richtig gut lesen. Dies ist aber meckern auf einem hohem Niveau. Bei einem Roman könnte das tödlich sein, bei einem Sachbuch ist es okay. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass einzelne Kapitel aus dem Zusammenhang gelesen werden können ohne das irgendwas fehlt.

Ich habe bisher noch nichts über den Inhalt verlautbaren lassen. Denn das ist wirklich schwierig. Wenn man es in einem Satz zusammenfassen müsste, würde ich sagen: "Eine Kalorie ist eine Kalorie ist eine Kalorie; wer was anderes erlabt hat, der möge bitte genauer hinschauen." Jeder Untersuchte "Fall", in dem Buch "Fettlogik" genannt, hat im Grunde genau das als Fazit. Jojo-Effekt? Existiert nicht. Hungerstoffwechsel? Nicht wirklich existent. Schilddrüse? Setzt die Kalorienbilanz nicht ausser Kraft. Medikamente? Auch die nicht. Viele Bücher, oder Webseiten, sagen nichts anderes. Aber noch nie habe ich das wirklich belegt und so deutlich schwarz auf weiß gesehen.

Wer auf eine bestimmtes Thema aus ist, sollte sich das Inhaltsverzeichnis angucken. Aber auch die anderen Themen werfen gerne andere Lichter auf das Thema.

Für mich das Interessanteste waren die Kapitel über die Wahrnehmung. Beispielsweise wird erklärt wann und wie der BMI richtig ist (Spoiler: Er liegt bei Übergewicht fast immer richtig!) , warum die Fatacceptance-Bewegung gefährlich ist und das einige Dicke stolz auf ihre Leistung sind. An dieser Stelle hebe ich mal das Beispiel der "Ragen Chastain" (kannste googeln) hervor, welche einen Marathon mit Übergewicht "gelaufen" ist. Sie hat länger gebraucht, als wir vor einiger Zeit mit Bollwerwagen und Pausen. Solche Szenen gibt es in dem Buch zu Hauf - und sind belegt mit einem sarkastisch, bissigen Unterton der Autorin. Das kann man gemein finden, man kann aber auch drüber lachen und dann realisieren: Verdammte kacke... kommt mir das bekannt vor.

Long Story Short: Wer glaubt, die Kalorienbilanz austricksen zu können und Immun ist gegen Wissenschaft: Lest euer Horoskop und betet zur Sonne, alle anderen sollten sich das Inhaltsverzeichnis antun (es gibt eine Leseprobe!) und falls sie interessante Fragestellungen finden: Zuschlagen. Es ist nicht langweilig zu lesen und es gibt nur eine Stelle, die wirklich zäh ist. (Und das ist das kurze Kapitel über Krankheiten, ausgelöst von Fett)

Freitag, 15. Mai 2015

Ein Beispiel über Körperwahrnehmung und Wortbenutzung in einer Dokumentation

Im Moment ziehe ich mir alle möglichen Dokus rein UND habe das Buch "Fettlogik" von Dr. Nadja Hermann gelesen.. (Rezension folgt, Blog zum Buch: http://fettlogik.wordpress.com) Unter anderem geht es dort um die wissenschaftliche Betrachtung von Körperwahrnehmungen in der Gesellschaft. Mit diesem Wissen habe ich eine Krise bekommen, als ich gestern folgende Doku sah:


Obwohl ich zu den "Opfern" gehöre, finde ich die Fatacceptance-Bewegung (die hier indirekt propagiert wird) erstmal nur gefährlich und behaupte, viele haben eher das Problem mit sich selbst, als andere mit Ihnen... Aber das soll mal nicht das Thema sein. Ab etwa Minute 7 geht es um eine Tanz-Lehrerin und Model. Oder so.

Sie ist sich ihrer Dickheit bewusst, lacht aber über das Wort und findet "mollig" ein besseres Wort. ich finde mollig ist dabei eine Untertreibung. Gucken wir doch mal an, wie "mollig" diese Dame ist und vergleichen sie mit der Grafik aus folgendem Artikel: http://fettlogik.wordpress.com/2015/04/23/wie-sieht-normalgewicht-aus/  Uupss... Die ist da ja gar nicht abgebildet. Habe ich euch jetzt aus-versehen auf einen Informativen Artikel verwiesen? Bin ich heute wieder gemein zu dieser Frau? Nein. Ich möchte nur sagen: Sie ist weit weg von "mollig", eher so "fett" - oder neudeutsch: Adipositas.

Jetzt könnte man das abtun und meinen: "Dann hat die Frau, oder der Reporter, der sich dem Wortlaut anpasst, halt eine Wahrnehmungsstörung", aber der Sprecher unterstützt diese Wahrnehmung auch noch:



Die "Models" werden als Schlank beschrieben. Guckt euch das erste Bild an, und dort die Frau mit dem einfarbigen Oberteil: Diese Frau ist entweder schwanger oder übergewichtig.  Die Models auf dem unteren Bild sind, meineserachtens, auch nicht schlank - eher mittleres- bis hohes- Normalgewicht.

Aber hej... Was soll man von einer Dokumentation erwarten, die Leute von der (deutschen) Fatacceptance-Bewegung interviewed, die meinen der BMI sei rein "willkürlich" gewählt.

Dienstag, 12. Mai 2015

Meine ersten Dehnungsstreifen

Eine kurze Geschichte über das Aufgeben.

Früher, als die Erde noch rund war, ein weißer Mann im weißen Haus saß und das größte Problem die netten Mädchen in der Nebenklasse waren, war ich bereits fett. Eigentlich war ich das immer schon und es war mir eigentlich auch immer egal.

Bis zu dem einen denkwürdigen Abend, als ich aus der Dusche kam und an meinen Prachtkörper herunter sah. Irgendwas war komisch. Auf der rechten Seite des Bauches, einige Zentimeter neben dem Bauchnabel, war eine Art roter Strich. Ich fühlte darüber. Es fühlte sich seltsam an. Es ging einige Millimeter runter, dann war ich mit meinem Finger auf der roten Fläche und dann ging es wieder auf die Haut. Auf der roten Stelle hatte ich auch kein Gefühl. Sehr seltsam. Ich konnte nichts damit anfangen. Damals, ich bin nicht mehr sicher, musste ich so um die 14 gewesen sein. Ein Alter also, in dem man seinen Körper nochmal neu entdeckte. Da ich wusste, dass das nicht richtig sein kann, zeigte ich das meiner Mutter.

Böser Fehler. ihre Antwort war patzig und leicht aggressiv. Sie hat es genervt ständig neue Klamotten zu kaufen, weil ich immer dicker wurde. (Sie hat allerdings auch eingekauft und gekocht...) Ihr Antwort:

"Das sind Dehnungsstreifen."

Ich, der den genervten Ton seit Jahren gewohnt war, fragte:

"Gehen die wieder weg?"

"Nein."

Ab da an war mir dann das ganze Thema "Ernährung" und "Gewicht" völlig egal. Das Kind war in den Brunnen gefallen und ich war bereit es ertrinken zu lassen. Da es mir vorher eher egal war, wurde es jetzt noch egaler. Eine schöne Trotzreaktion. Besser wäre es natürlich gewesen sich zu ändern, entgegen zu treten und weitere "Male der Dickheit" zu verhindern.

Was soll ich sagen? Ich gab auf. Das kleine Auge auf Ernährung, dass ich hatte, war weg und ich fraß mich durch ganze Zuckerberge.

Heute gibtes keine Körperstelle, die nicht von solchen Narben geprägt ist. Die Gelenke in den Armen, der Bauch, die Beine... überall sind solche Spuren eines Jahrzents der Fresserei.  Sie sind nicht mehr rot, sondern weiß; da sie nicht mehr unter Spannung stehen. Sie sind Zeugen einer schlimmeren Zeit - auch, wenn ich nicht so aussehe, weiß ich doch, dass diese Narben der Beweis sind, dass ich schon mal größer war.

Dienstag, 5. Mai 2015

Wie viel ist Fitness dir Wert? (In Euro?)

Uhh... ein fast polemischer Post-Name mit der Möglichkeit einer tiefen Bedeutung. Aber mal ernsthaft: Ich habe angefangen zu schwimmen und wollte mir das mal aufrechnen, wie viel ich nun für Sport ausgebe. Dazu addiere ich mir eine Zahl, welche ich bereits ich bereits Investiert an Zubehör habe.

Monatliche Investitionen:
Fitnessstudio: 19,99€
Wasser: 12€
Sinnlose Snacks: 8€
Badeanstalt: 3,70€ * 4

Summe: 54,79€

Einmalige Investitionen:
Badehose: 14,99€
Sporttasche: 20,00€

Summe: 34,99€

Voraussichtliche Ausgaben im Mai: 89,78€
(Dazu sind Sprit & Co nicht einberechnet)

Die Spanne bei Badehosen/Badeshorts kann natürlich noch weit höher gehen. Aber ich habe irgendwann eine Geizgrenze erreicht und akzeptiere keine 35€für eine Badehose... das selbe bei Sporttaschen. 80€ für eine Sporttasche mit Marke drauf? Muss nicht sein. Ach ja.... Sinnlose Snack auch nicht; aber hej...

Wie viel gebt ihr regelmäßig aus? Wie viel habt ihr (Nach)Investiert?