Montag, 9. Mai 2016

Men's Fitness VS Inside Fitness Woman

Am Wochenende war ich bei meinem Patenkind. Zwischen mir und ihm liegen 1:10 Stunde Bahnfahrt und eine halbe Stunde laufen pro Strecke. Genug Zeit also sich gute, fundierte Zeitschriften anzugucken. Im Bahnhof dachte ich mir so: Och, komm, nimmste was für Männer und eins für Frauen.
Was direkt aufgefallen ist: Die Männer-Zeitschriften sind eigentlich immer teurer, als die Frauen Zeitschriften. Am Ende habe ich mich für Men's Fitness (Ausgabe 06/2016) und Inside Fitness Women (Ausgabe 06/2016) entschieden.

In der Men's Fitness geht es um... Männer... Fitness... Glaube ich. Ehrlich gesagt, bin ich nicht sicher. Ein großer Teil der Zeitschrift besteht aus Werbung und Bilder. Manche Artikel bestehen aus drei bis 4 Seiten Bilder, mit einem Erklärtext dazu und dann ist auch schon Schluss. Das Erinnert mich an den Spiegel - allerdings fängt dann beim Spiegel der Text erst richtig an. Dann kommt Werbung und ein Kinohinweis. Gefühlt nimmt da der Artikel über den neuen X-MEN Film mehr Text ein, als die Beschreibung einer Fahrradtour durch Peru.
Die nächsten Seiten sind Masturbationsvorlagen für junge Männer ohne Internet, eine halbe Seite über HIIT (Die Information hätte man auch aus dem ersten Link bei Google finden können), gefolgt von einem vollen Bild und einer Überschrift, die im Grunde die ganze Seite einnimmt. Also auch hier fehlte eine gescheiter Text. Das nachfolgende Interview wurde mit Bildern hinterlegt, die für homosexuelle junge Männer ohne Internetanschluss bestimmt echt gut aussehen. Und dann - endlich was für Männer!
Ich glaube fast der Schreiberling hat auch den vielen Text für X-MEN verfasst - es geht um Superhelden. Schön durchnummeriert und zwei kurze Bilder, schöne Sätze. Im Internet würde man noch sowas dazu schreiben wie "Nummer 5 ist echt erstaunlich!". Es folgt: Ein "(super-)heldenworkout": Die üblichen Übungen, mit englischen Namen und einem Model, dass es vor macht. Es folgen weitere Inhalte: Eigenlob, Werbung, noch ein (langweiliges) Interview, Werbung, die wie ein Artikel aussieht, mehr große Bilder, Bericht über einen berglaufenden Angeber, Übungen (teilweise die selben) mit einem schwarzen Typen, Werbung (mit nochmal den selben Übungen), mehr Übungen (teilweise wieder doppelt), farmrolling, (selbst ergoogelbare) Tipps für Sixpack, Werbung, Werbung, Werbung... ächtz!
Dann gibt es noch ein Interessantes Interview mit einem Box-Trainer, der ab und zu gute und nicht-langweilige Antworten gibt. Die Zeitschrift zusammengefasst. Angeber, Übungen, Protein und Top10-Listen. Wie echte Männer halt.


Kommen wir jetzt zu Insider Fitness Women. Auf dem Cover ist eine Frau, die ich nicht kenne, aber durchaus sportlich aussieht. Moment.... ich googel mal.... Paige Hathaway. Model von Shredz und Instragram Account. Ahh... der Cover des Magazins. (https://www.instagram.com/p/BCjBQdNyJYd/?taken-by=paigehathaway ) Statt "Burn fat" steht "Schlank & Sexy" da. Sonst scheint der Inhalt der gleiche. Klasse, Gucken wir also mal rein.

Statt auf ein Sixpack zu zielen, zielt Women auf "Gefühle". Klischee? Das Inhaltsverzeichnis: Besteht aus halbnackten Frauen, Smoothies und komischen Gerichten. Klischee? Oooh... Mann. Noch einmal einatmen. Los geht's.
Die ersten paar Seiten Inhalt sind "Notizen". Es geht um Yoga, diversen Statistiken, Zucker, Gebärmutter-Leihen, die größte Bedrohung einer Frau (Gewicht -.-) Smoothies, Werbung (die aussieht wie ein Beitrag), Dating-"Tipps", Fönrisuren und Rückenakne. Letzte klingen nicht wirklich wie Fitness? Ohh... ein Hauch von Zusammenhang gibt es. Ein Hauch.
Was bei der Men's Fitness 4 Seiten Inhaltlose Angeberei mit "Bildern" ist, ist bei der Frauen-Version eine Seite lang, hat mehr Inhalt und irgendwie sympatischer. Danach folgt ein Interview mit Hathaway, die mir nach dem Googeln ein Hauch weniger unsympatischer ist, als in dem Interview dargestellt. Dann folgen Übungen, die mir "neu" sind, aber bestimmt Basis-Übungen sind, die man Frauen gerne aufdrückt. Dann folgen mehr Übungen mit einer anderen Frau.
Die googel ich jetzt nicht, da ich Angst habe ihre Augenbrauen könnten mich in meinen Albträumen verfolgen. Die Übungen haben Hanteln! Woaah! Die Hantel sind sogar nicht rosa, sondern nur der BH. Dazu gibt es rosa Sprechblasen. Nice.
Die nächsten 30 Seiten beschäftigen sich mit noch mehr Training. Mit Gewichten, Eigengewicht und Kabelzug. Sehr schön, auch wenn das langweilig ist und ich gut überspringe, ist es unterschiedlicher als bei Männern. Diese Parade wird unterbrochen von irgendwas von Sex. Ähm... okay.
Der Rest sind im Grunde Rezepte. Mit Eistreuung von Essentipps, die auch weniger Ausführlich in der Bunten stehen könnte.
Zusammenfassung: Überraschend guter Inhalt. Weniger Klischees, als ich dachte und Frauen, die definitiv nicht Hungermodels sind!

Fazit: Leider hatte ich das Frauen-Magazin auf der Hinfahrt gelesen. Ich dachte in dem Männermagazin würde ich besseres finden. In Fakt: Als ich ankam, hatte ich Insider Fitness noch nicht komplett durch. Das Männermagazin habe ich angefangen zu lesen, übersprang gleich mehrere Seiten und dann... hatte ich noch 45 Minuten totzuschlagen. Dazu hatte es mehr Klischees als das Frauenmagazin. Die armen Bäume.

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