Dienstag, 21. April 2015

[Buch] Meat Is for Pussies: A How-To Guide for Dudes Who Want to Get Fit, Kick Ass, and Take Names

Was für ein Titel! Meat Is for Pussies: A How-To Guide for Dudes Who Want to Get Fit, Kick Ass, and Take Names. Wer den Titel schon geil findet (was ich tue), wird dieses Buch einfach geil finden. Um zu zeigen, wie der Schreibstil des Buches ist, versuche ich diesen in dieser verdammten Rezension nachzuahmen - denn dies ist definitiv einzigartig im Bereich der Ernährung.

Der Autor schreibt nämlich frei Schnauze (und übrigens auf Englisch!), benutzt fucking viele Schimpfwörter, verkackt viele direkte Verben und richtet sich dabei an eine Zielgruppe: Männer, die Fleischessen; mit dem Ziel eben dies zu unterlassen.

Ja. Richtig gelesen: Dieses Buch propagiert ein Fleisch-freies Leben. Es beschreibt wie Kadaver im Dickdarm dahinrotten und diesen Inhalt quasi verfaulen lassen - das ist ein Bild, was verdammt eklig werden kann, besonders wenn der Autor von Proktologen erzählt. Genauer: Von Inhalten, die diese aus dem Darm scheißen lassen. ("Typen die beruflich anderen Einläufe geben").

Es geht aber noch weiter: Ein vergleichsweiser langer Abschnitt der Buches richtet sich an erectile dysfunction. Auf Deutsch: Schlappe Schwänze. Das Beispiel, dass Viagra plus Blondine plus Hawaii auch nach hinten losgehen kann dient dort als deutliches Beispiel. Natürlich mit Erfahrungsbericht, dass es auch anders geht (und Rückgängig gemacht werden kann!) Aus Erfahrung und Erzählungen von vielen Männern darf ich meiner, meist weiblichen, Leserschaft eines versichern: DAS ist ein Problem, was Männern zum umdenken bringt.

Mit dieser Angst (und irgend einen Hinweis, dass sowas ähnliches auch was mit dem weiblichen Zyklus passiert) geht es dann weiter: Milch wird unnatürlich produziert und Eier sind Fötuse und schon sind wir im Bereich der Veganertums. Ja. Dieser verdammte Buch ist eine Pro-Vegan-Buch für Männer. Und das ist doch mal geil.

Doch ein Kapitel hat mich _wirklich_ umgedreht. Ich war der ultimative Vegan-Hasser. Ich konnte nicht verstehen, wie diese dürren Menschen an ihrem Gras knabbern und dies für das beste der Welt halten. Ja, noch vorletztes Wochenende war dies ein Reizthema für mich. Doch dieses Buch... verdammte Kacke... es hat mich zum umdenken gebracht. Denn: Der Autor versteht diese Einstellung. Er sagt selbst: "Woran erkannt man Veganer? Keine Ahnung, er sagt es dir." Ihm geht es auch auf den Sack, dass man sich mit den Typen nur über Essen unterhalten kann und dabei so unglaublich krank aussehen.

Er selbst tritt den Gegenbeweis an und ergänzt diese noch um eine Galerie verschiedenster Männer - von Bodybuilder, Extremläufter und Fighter ist alles dabei. (Auf gut Deutsch: "MÄNNER") und unterlässt es, bis auf in der Erklärung, dass er es nicht tut, die Benutzung des Wortes "vegan", weil es einfach zu viele Dinge triggert.

Ganz ehrlich: Mich hat dieses Buch hardcore geflasht. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein englisches Buch über Vegane Ernährung in einem Rutsch lese. Der Schreibstil hat mich gepackt und sich festgekrallt. Heute war ich beim Amerikaner (echter, nicht McDoof) und ich habe ernsthaft(!) darüber nachgedacht die Veggieveriante zu wählen. BÄMM! Am Ende Esse ich ernsthaft noch Gemüse oder Obst. Fuck... why not?

Kommentare:

  1. Wieso warst du denn überhaupt "Vegan-Hasser"? Also ganz ehrlich: Wenn mir etwas egal ist, dann hasse ich es nicht, viel zu viel negative Energie. Hattest du schlechte Erfahrungen mit Veganern oder einfach das Gefühl, dass sie dir ein schlechtes Gewissen einreden oder versuchen dich zu "bekehren"?
    Ja, Menschen, die versuchen einen zu "konvertieren" sind ätzend... aber die gibt es auf beiden Seiten. :)

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    1. Ja, echter "Hass". So richtig schön unbegründet, vielleicht weil es die echte letzte männliche Bastion ist/war. Ach ja... Ausserdem hasse ich Gutmenschen, die meinen dich zu quatschen zu müssen. (Klingel niemals an meiner Tür und versuche die Bibel zu verkaufen... nie)

      Auf Gut Deutsch: Keine Ahnung. Reizthema.

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