Montag, 5. Mai 2014

Ich weiß nicht was mit mir los ist.

Tja. Lange nichts mehr geschrieben. Vergleichsweise. Es ist ja auch nichts passiert. Vergleichsweise. Und mit "Nichts" meine ich: Abnehmtechnisch bin ich sowas von in der falschen Richtung, dass kann man sich gar nicht vorstellen. Ehrlich gesagt ist es mir auch egal. Und würde nicht diese Blog existieren, würde ich vermutlich absolut keinen Gedanken daran verschwenden "was ich eigentlich will".

Doch ich will es eigentlich gar nicht mehr. Ich bin müde. Ich bin schlapp. Ich bin lustlos. Ich könnte den ganzen Tag essen. Dazu glaube ich ich habe eine Katzenallergie, die ich in der Nähe von Katzen bekommen habe. Desweiteren mache ich die Dinge wieder, die mir früher Spass machten: Magic spielen und DnD zocken. (Letzteres ist zu mindest in Planung)

Doch eins mache ich (gerade) nicht mehr: Sport. Ich habe wieder zwei Tage verpasst und mir wird das immer egaler. Ich bin nur müde und habe keine Lust. Doch eigentlich hatte ich immer Sport gemacht. Doch ich weiß nicht mehr wieso ich mich überhaupt anstregende.

Alleine der Gedanke, dass mein Gewicht ein ewiger Kampf ist und ich einfach nicht "normal" sein kann wie andere, macht mich depressiv. Macht mich müde. Ich will nicht mehr kämpfen. Es hat keinen Zweck. Es macht mir nur Stress, raubt Zeit und führt zu keinem Ziel. Letzteres habe ich nach zwei Jahren eingesehen. Nach zwei Jahren brutal regelmäßigen McFit-Besuch, mit Absage von sozialen Verabredungen, habe ich in den Spiegel und auf die Waage geguckt: Nichts. Es hat nichts gebracht. Zwischenzeitlich war ich 10 Kilo leichter, doch zu dem Zeitpunkt wog ich 5 Kilo mehr als zum Start. Jetzt wiege ich deutlich mehr, aber ich war diesen Monat nicht auf der Waage.

Ja. Das sind die aufgebauten Muskeln. Stimmt. Lasst es mal 10 Kilo Muskeln sein. Das ist aber nicht der Punkt: Ich bin immer noch fett. Und ich realisiere das gerade erst jetzt. Ich bin fett und habe es in zwei Jahren nicht geschafft meine Ernährung erfolgreich umzustellen und auf "abnehmen" einzustellen. In zwei Jahren laufen andere Marathons oder verlieren mindestens 30 Kilo. Ich habe zugenommen.

Ich mag mich nicht mehr mit diesem Thema beschäftigen. Ich will nicht täglich darüber nachdenken was ich wie viel essen kann oder sollte. Ich mag nicht darüber nachdenken. Jeden verdammten Tag. Jeden Tag für den Rest meines Lebens. Es wird zu einer Sucht, die ich nicht haben will. Noch schlimmer: Wenn es nicht funktioniert, wie jetzt, wird das Anfangs-Loch der Unbefriedigtheit noch größer. Immer größer.

Ich habe keine Lust mehr auf dieses Thema "Essen". Ich habe keine Lust mehr auf dieses Thema "Abnehmen".

Ich musste realisieren, dass  mein Drang nach Sport ein Flucht von zu Hause war. Jetzt wohne ich alleine und habe keinen Grund mehr.

Das ist doch alles scheiße. Gleichzeitig habe ich diese Gedanken und versuche sie zu betäuben - mit Essen. Mit Zucker ohne Ende. Mir ist langweilig - also denke ich an das Essen. Ich merke, dass mir schlecht ist;- doch es ist egal. Das essen lindert diesen völlig undefinierten Schmerz.

Ich weiß nicht was mit mir los ist. Ich hoffe das sind keine Depressionen, was bei dem familiären Hintergrund leider wahrscheinlich ist.

Kommentare:

  1. Ach, herzliches Beileid, auch wenn's dir grad wohl nicht viel bringt! Mir scheint auch, dass es dauerhaft nicht zu ertragen ist, das Gefühl zu haben, sich einschränken bzw. auf etwas verzichten zu müssen.

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  2. Ich kenne das Gefühl, über Jahre gegen etwas bzw. für etwas zu kämpfen, aber irgendwie nicht voran zu kommen. Es ist frustrierend, nervig und zieht nur runter. Aber eins habe ich in den Jahren gelernt... aufgeben kommt gar nicht in Frage?! Pausieren... ja... das brauch man mal ab und zu... aber komplett alles hinschmeißen... nein!
    Und ich glaube auch nicht, dass du depressiv bist. Entmutig wahrscheinlich schon. Ich merke zurzeit auch, dass das Wetter eigentlich super ist und daher es eigentlich zu mehr Motivation einladen sollte... aber irgendwie stecke ich in einem Frühlingsloch... wenn man das so sagen/schreiben kann. Ich vermute, dass ist einfach eine Phase... das geht wieder vorbei. Lass den Kopf nicht hängen und mach wirklich mal eine Pause. Nur freunde dich nicht mit dem Gedanken an, aufzugeben. Pausieren ja... aufgeben nein! ;-)

    http://loveheartpeaches.blogspot.de/

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